Statement von Dr.in Anna Rab und Dr.in Regina Steringer-Mascherbauer,
Gründerinnen der Initiative Women’s Heart Austria, zum Frauengesundheitsdialog und zur neuen Frauengesundheitsstrategie
Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Gesundheitsministerium die Arbeit an einer neuen Frauengesundheitsstrategie beginnt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als das benennt, was sie sind: mit 37 Prozent die häufigste Todesursache bei Frauen. Der Befund des Dialogs trifft den Kern – Forschung, Diagnostik und Versorgung orientieren sich noch immer an männlichen Referenzwerten. Die Folge sind Versorgungslücken, fehlende Daten und eine geringere Sichtbarkeit frauenspezifischer Risiken.
Genau hier setzt Women’s Heart Austria an. Aufklärungskampagnen haben in den letzten Jahren Wichtiges geleistet: Sie haben das Bewusstsein dafür geschaffen, dass das Frauenherz anders schlägt. Das war der notwendige erste Schritt. Der nächste Schritt ist Wissenschaft. Denn was Leitlinien, Risikoscores und Versorgung tatsächlich verändert, sind belastbare Daten und validierte Instrumente – nicht Bewusstsein allein. Women’s Heart Austria ist deshalb bewusst als wissenschaftliche Plattform angelegt: Sie verbindet klinische Praxis mit eigener Forschung, um die Genderkardiologie evidenzbasiert weiterzuentwickeln.